F-Link 3.0.5: Neues Sicherheitsupdate für FDB-Dateien
Mit F-Link 3.0.5 führt JABLOTRON einen verpflichtenden Passwortschutz für FDB-Projektdateien ein. Vor der nächsten Installation sollten Errichter ihr persönliches Passwort festlegen und sicher sichern.
JABLOTRON hat mit F-Link 3.0.5 ein wichtiges Sicherheitsupdate veröffentlicht. Seit dem 9. Juni müssen alle neu erstellten oder geöffneten .fdb-Dateien durch ein Passwort geschützt werden.
Eine FDB-Datei enthält die vollständige Konfiguration einer Kundenanlage. Dazu gehören technische Einstellungen und projektspezifische Informationen, die beim Speichern oder Weitergeben zuverlässig geschützt werden müssen.
Die Einrichtung des Passworts dauert nur wenige Minuten. Wichtig ist jedoch, das Passwort unmittelbar danach sicher zu dokumentieren, da es keine Zurücksetzen- oder Wiederherstellungsfunktion gibt.
Mehr Schutz für sensible Anlagendaten
Der neue Passwortschutz verbessert die Sicherheit gespeicherter Anlagenkonfigurationen und verhindert, dass FDB-Dateien ungeschützt weitergegeben oder auf fremden Systemen geöffnet werden.
Was ändert sich bei FDB-Dateien?
Beim ersten Start der aktualisierten F-Link-Version werden Nutzer dazu aufgefordert, ein Passwort festzulegen. Dieses Passwort schützt anschließend alle FDB-Dateien, die unter dem jeweiligen Windows-Benutzerkonto geöffnet, erstellt oder verändert werden.
Es wird nicht für jedes Projekt ein eigenes Passwort eingerichtet. Stattdessen gilt ein zentrales Passwort für den gesamten PC beziehungsweise das verwendete Windows-Benutzerkonto.
Verschlüsselte Dateien
FDB-Dateien werden beim Schutz mit einem Passwort verschlüsselt und damit deutlich besser gegen unbefugten Zugriff abgesichert.
Ein Passwort pro PC
Das persönliche Passwort gilt für alle FDB-Dateien des verwendeten Windows-Benutzerkontos.
Keine Rücksetzung
Ein vergessenes Passwort kann weder zurückgesetzt noch wiederhergestellt werden.
„Passwort merken“ oder jedes Mal neu eingeben?
Wird die Option „Passwort merken“ aktiviert, speichert Windows das Kennwort im Windows Credential Manager. F-Link verwendet es anschließend automatisch für alle FDB-Dateien auf diesem Benutzerkonto.
Wird das Passwort nicht gespeichert, fragt F-Link bei jedem Öffnen einer FDB-Datei erneut danach. Beide Varianten schützen die Dateien gleichermaßen. Der Unterschied liegt ausschließlich im Bedienkomfort.
FDB-Dateien sicher mit Kollegen oder dem Support teilen
Soll eine FDB-Datei an einen Kollegen oder an den technischen Support weitergegeben werden, sollte sie über „Speichern unter“ als separate Kopie gespeichert werden. Im Dialog kann dafür ein temporäres Passwort festgelegt werden.
Dieses temporäre Passwort gilt nur für die weitergegebene Datei. Das persönliche Hauptpasswort bleibt unverändert und muss nicht offengelegt werden.
Sicherer Datenaustausch
Senden Sie die FDB-Datei und das dazugehörige temporäre Passwort immer über getrennte Kommunikationswege. So wird verhindert, dass Datei und Zugangsdaten gemeinsam abgefangen werden.
Passwort unbedingt sichern
Das persönliche F-Link-Passwort sollte direkt nach der Einrichtung dokumentiert und an einem sicheren Ort hinterlegt werden. Geeignet sind beispielsweise ein professioneller Passwortmanager oder eine geschützte interne Dokumentation.
Wird das Passwort vergessen, können alle unter diesem Benutzerkonto erstellten oder veränderten FDB-Dateien nicht mehr geöffnet werden. Eine technische Wiederherstellung des Passworts ist nicht vorgesehen.
Was Errichter jetzt tun sollten
- F-Link auf Version 3.0.5 oder eine neuere Version aktualisieren
- F-Link öffnen und beim ersten Start ein persönliches Passwort festlegen
- Das Passwort sofort sicher dokumentieren und zusätzlich sichern
- Im Team alle betroffenen Mitarbeiter über die Änderung informieren
- Vor dem Austausch verschlüsselter Dateien sicherstellen, dass alle Beteiligten die neue Version verwenden
- Für weitergegebene Dateien über „Speichern unter“ ein separates temporäres Passwort setzen
- Datei und temporäres Passwort über getrennte Wege versenden
Neue Sicherheitsabfrage vor Firmware-Updates
F-Link 3.0.5 ergänzt außerdem eine verpflichtende Sicherheitsabfrage vor einem Firmware-Update des Funk-Magnetkontakts JA-155M. Vor dem Update weist die Software darauf hin, die Batterie des Melders zu ersetzen.
Eine schwache Batterie kann dazu führen, dass das Gerät während des Updates im BOOT-Modus hängen bleibt. Nutzer können den betreffenden Melder überspringen oder das gesamte Update abbrechen. Für Serienaktualisierungen steht zusätzlich eine Option zum Merken der Auswahl bereit.
Weitere Korrekturen in F-Link 3.0.5
Neben den Sicherheitsfunktionen enthält die neue Version fünf gezielte Stabilitäts- und Fehlerkorrekturen.
- Die Lüftungssteuerung über JB-112TH und JB-112TP berücksichtigt wieder den zugewiesenen PG-Ausgang
- Die Sprache wird beim Anschluss einer JA-103K über USB nicht mehr bei jeder Verbindung erneut installiert
- Die Registerkarte „Parameter“ wird bei der Verbindung mit einer JA-106K nicht mehr ohne erkennbare Änderung blau markiert
- Beim Drucken von Beschriftungen erscheint nun eine verständliche Druckerfehlermeldung statt eines allgemeinen Fehlers
- Beim Formatieren einer fremden SD-Karte wird nach erfolgreicher Formatierung nicht mehr fälschlicherweise ein Fehler angezeigt
Wichtige Vorbereitung für kommende Installationen
F-Link 3.0.5 verbessert den Schutz sensibler Anlagenkonfigurationen deutlich. Der verpflichtende Passwortschutz ist ein wichtiger Schritt, erfordert aber auch eine saubere interne Organisation und eine zuverlässige Sicherung des Kennworts.
Errichter sollten das Update deshalb vor dem nächsten Einsatz installieren, ihr Passwort einrichten und alle Mitarbeiter über den neuen Ablauf beim Austausch von FDB-Dateien informieren.
Weitere Updates und Fachinformationen
Im SECTEO Blog informieren wir über Software-Updates, technische Änderungen, neue Sicherheitsfunktionen und wichtige Hinweise für Errichter.
